Der Serengeti National Park gehört zu den bekanntesten Nationalparks der Welt. Seit 1981 steht der Park auf der UNESCO-Liste das Weltnaturerbes. Bei uns wurden die Savannen der Serengeti vor allem durch den faszinierenden Dokumentarfilm „Serengeti darf nicht sterben“ aus dem Jahr 1959 von Michael und Bernhard Grzimek bekannt.
Bernhard Grzimek und die Entstehung des Serengeti-Nationalparks
Die Serengeti, deren Name in der Sprache der Massai „endlose Ebenen“ bedeutet, ist eines der bekanntesten Naturschutzgebiete Afrikas. Ihre offizielle Einrichtung als Nationalpark im Jahr 1951 verdankt sie maßgeblich den Bemühungen von Bernhard Grzimek, einem deutschen Zoologen, Tierfilmer und Naturschützer.
Grzimek erforschte in den 1950er-Jahren die Tierbestände und Wanderungen der Gnus, Zebras und anderer Wildtiere in der Serengeti und dokumentierte die Bedrohungen durch Wilderei und menschliche Besiedlung. Zusammen mit seinem Sohn Michael Grzimek führte er zahlreiche Forschungsreisen durch, die durch Fotos, Luftaufnahmen und Filme die einmalige Tierwelt sichtbar machten. Michael Grzimek gelang es, die riesigen Herden der Gnus aus der Luft zu dokumentieren, wodurch das Ausmaß der Migration erstmals deutlich wurde.
Dank der Arbeiten der Grzimeks erkannte die Regierung Tansanias die Notwendigkeit eines umfassenden Schutzes dieses einzigartigen Ökosystems. So wurde der Serengeti-Nationalpark 1951 offiziell gegründet, um die Tierwelt und die weiten Graslandschaften vor Wilderei und menschlicher Nutzung zu schützen.
1979 folgte die Anerkennung durch die UNESCO, die Serengeti gemeinsam mit dem Ngorongoro-Schutzgebiet zum Weltnaturerbe erklärte. Die Forschungen und Filme der Grzimeks trugen entscheidend dazu bei, die weltweite Bekanntheit des Parks zu begründen und die Bedeutung des Naturschutzes in Ostafrika zu vermitteln.
Bernhard Grzimek setzte sich bis zu seinem Tod 1987 unermüdlich für den Schutz der Serengeti ein und legte damit den Grundstein für den Erhalt eines der größten Wildtierökosysteme der Erde. Michael Grzimek spielte eine entscheidende Rolle bei der Einrichtung des Serengeti-Nationalparks. Er war der Sohn des bekannten deutschen Zoologen Bernhard Grzimek, der ab den 1950er-Jahren die Wildtiere Afrikas erforschte und sich für ihren Schutz einsetzte.
Michael unterstützte seinen Vater intensiv bei Forschungsreisen in die Serengeti. Gemeinsam dokumentierten sie die Tierbestände, die Wanderungen der Gnus und die Bedrohungen durch Wilderei. Michael Grzimek war besonders für seine Luftaufnahmen bekannt, die erstmals einen umfassenden Überblick über die riesigen Gnu-Herden und die Vegetation der Serengeti ermöglichten. Seine Arbeit trug maßgeblich dazu bei, dass die Regierung Tansanias den Serengeti-Nationalpark 1951 offiziell einrichtete, um die Tierwelt und die spektakuläre Landschaft zu schützen. Leider verunglückte Michael Grzimek 1959 bei einem Flugzeugabsturz während einer Forschungsmission. Sein Einsatz und die Forschungen der Familie Grzimek legten jedoch den Grundstein für den langfristigen Schutz der Serengeti und machten das Gebiet international bekannt.
Der Serengeti National Park erstreckt sich im Norden Tansanias, östlich des Victoria Sees. Der Park ist umgeben von weiteren Schutzgebieten. Im Norden grenzt er an das kenianische Masai Mara Game Reserve, im Osten an die Loliondo Controlled Area und die Ngorongoro Conservation Area, im Südwesten an das Maswa Game Reserve und im Osten an die Grumeti und Ikorongo Controlled Areas. Der Serengeti Nationalpark selbst umfasst ein Gebiet von rund 15 000 km², zusammen mit den umliegenden Schutzgebieten sind es etwa 30 000 km². Der Park erstreckt sich zwischen 900 und 1850 m über dem Meeresspiegel.
Das Klima im Serengeti National Park ist tropisch mit zwei ausgeprägten Regenzeiten, der großen Regenzeit von März bis Mai mit heftigeren Niederschlägen und der kleinen Regenzeit von November bis Dezember. Die Niederschlagsmenge beträgt im Jahresdurchschnitt je nach Höhenlage zwischen 700 und 1400 mm. Die Tagesmaxima liegen bei rund 30 Grad und die Nachttemperaturen zwischen 18 und 25 Grad. In der Sprache der Massai bedeutet „Serengeti“ endlose Ebene. Scheinbar endlose Kurzgras- und Langgrassavannen bedecken die Ebene. Während der Trockenzeiten wird das Grasland dürr und in Regenzeiten grün und voller Blumen. Vereinzelt gibt es Akazienhaine und Galeriewälder aus Akazien und Feigen entlang der Flüsse, auch Sümpfe und Alkali-Seen. Im Südosten erheben sich mehrere Inselberge, so genannte Kopjes aus der Ebene, die von den Löwen gerne als Aussichtspunkte genutzt werden.
Die Serengeti ist vor allem wegen der alljährlichen großen Wanderung der Gnus, Zebras und Thomson-Gazellen bekannt. Millionen Tiere machen sich auf der Suche nach neuen Weidegründen im Januar und Februar im Südosten der Serengeti auf den Weg über die westliche Hälfte des Parks in Richtung Norden. Im September und Oktober erreichen sie Masai Mara in Kenia und kehren im November über die Loliondo Controlled Area in die Serengeti Ebene zurück. Es wurden schon Tierzüge gesichtet, die über 40 km lang waren!
Die Herden werden begleitet von Löwen, Hyänen und anderen Raubtieren.
Viele Zugvögel aus Europa und Zentralasien überwintern in der Serengeti, dazu kommen noch rund 300 heimische Vogelarten, die sich besonders in den Galeriewäldern und Sümpfen aufhalten.
Auch Elefanten, Flusspferde, vereinzelt Spitznashörner, drei Schakalarten und viele weitere Tierarten können im Park entdeckt werden.
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