Strände
im Norden
Die mauritische Nordwestküste
erstreckt sich von Port-Louis im Süden bis zum
Kap Malheureux im Norden. In den - immer noch sehr warmen
– “Wintermonaten“ von April bis Oktober,
ist diese Gegend die wärmste der ganzen Insel,
da die Berge des Hochlands sie gegen den Südostpassat
abschirmen. Außerdem sprechen hervorragende Tauchreviere
und viele weitere Gründe für diese Region
- etwa die spektakulären Sonnenuntergänge
im Meer, die man auf der Ostseite natürlich nicht
erleben kann. Und wie Perlen an einer Schnur, reihen
sich hier in dichter Folge einige der schönsten
Strände des Landes aneinander.
Baie du Tombeau
Unmittelbar nördlich von Port
Louis liegt der Hausstrand der Hauptstadt. Die “Grabesbucht”
leitet ihren morbiden Namen von der letzten Ruhestätte
des Admirals Pieter Both her, nicht von der unglücklich
verliebten Romanfigur Virginie, wie unverbesserliche
Romantiker behaupten. Besonders an Wochenenden herrscht
hier alles andere als Friedhofsruhe, sondern das pralle
Strandleben. Durchgänge zwischen Privatgrundstücken
führen zu dem weit geschwungenen Sandstrand, einem
der wenigen von Mauritius, der von einem dichten Bestand
von Kokospalmen gesäumt wird. An seinem Nordende
bietet eine kleine Erhebung einen schönen Ausblick
über Land und Meer.
Balaclava
Balaclava an der Baie aux Tortues
verdankt ihre Bezeichnung der kreolischen Verballhornung
des englischen Begriffs Black Lava. Auch der Name “Schildkrötenbucht”
selbst ist vielsagend, weist er doch auf die reiche
Tierwelt dieses Küstensaums hin, der zum ersten
Meeres-Nationalpark von Mauritius erklärt werden
soll. Den Urlauber erwartet hier nicht nur ein herrlicher
Sandstrand, sondern auch die Ruinen eines Munitionsdepots,
das im 18. Jahrhundert detonierte. Der Rivière
Citron, der in die Bucht mündet, überspült
die Ruinen teilweise und nutzt sie, um malerische kleine
Wasserfälle und Pools zu bilden.
Pointe aux Piments
Die kleinen Piment- oder Nelkenpfefferbäume
der Region haben dieser Landzunge westlich des Städtchens
Triolet den Namen gegeben. Der schmale, aber sehr langgestreckte
Sandstrand zwischen der Baie aux Tortues im Süden
und der Batterie des Grenadiers im Norden wird immer
wieder von kurzen felsigen Abschnitten unterbrochen.
Da das Riff hier sehr nahe an die Küste heranreicht,
eignet sich die Lagune nur bedingt zum Baden, dafür
aber umso mehr für Taucher und Schnorchler, die
sich an farbenprächtigen Tropenfischen und anderem
Meeresgetier erfreuen wollen. Nicht zuletzt ist die
Pointe aux Piments für ihre spektakulären
Sonnenuntergänge berühmt.
Trou aux Biches, Mont Choisy und
Pointe aux Canonniers
Gleich nördlich an die Pointe aux Piments schließen
sich diese drei Strände an, die sowohl für
Einheimische als auch für Urlauber Zentren des
Strandlebens sind – kein Wunder angesichts ihrer
landschaftlichen Schönheit: Die Strände selbst
sind langgestreckt und von feinkörnigem weißem
Sand bedeckt. Zur Landseite hin säumt sie ein dichter
Wald von Casuarinen – auch Filaos genannt - und
vom Horizont her grüßen die Berge. Ein herrlicher
Platz zum Entspannen – und um Kontakte zu den
freundlichen Mauritiern zu knüpfen. Denn viele
von ihnen zelten an den Wochenenden mit Kind und Kegel
unter den Blätterdächern der Bäume. Bei
Trou aux Biches, der “Tränke der Wasserbüffel”,
führt vor dem Hotel Casuarina ein Pier ins türkisfarbene
Wasser der Lagune. Neben vielen anderen Wassersportarten
kann man auch hier wieder hervorragend schnorcheln und
mit exotischen Fischen Bekanntschaft schließen.
Grand Baie
Gleich hinter der Pointe aux Canonniers,
einer ehemaligen Batteriestellung, öffnet sich
die tief ins Land reichende Grand Baie. Vor Wind und
Wellen geschützt hat auch sie sich zu einem Magneten
für Badeurlauber entwickelt. Die große Bucht
begeistert auf den ersten Blick durch ihr klares Wasser,
das vom tiefsten Blau ins Türkisfarbene changiert.
Die Strände eigenen sich besonders gut für
Aktivurlauber, denn hier finden sie auch außerhalb
der großen Hotels ein breites Angebot an Wassersportmöglichkeiten.
So kann man hier u.a. segeln, tauchen, Kajak fahren,
Unterwasserspaziergänge oder Ausflüge im Glasbodenboot
unternehmen.
Von Péreybère bis
Cap Malheureux
Jenseits der Grand Baie liegt
der Ort Péreybère, der eine gute Alternative
für alle darstellt, die dem bunten Treiben in den
touristischen Zentren etwas aus dem Weg gehen wollen.
Zum Baden, Tauchen und Schnorcheln sind seine Strände
gerade bei jungen Mauritiern sehr beliebt. Die besten
Unterwasserreviere befinden sich am nördlichen
Ortsrand und in den engen Buchten vor Hibiscus Village.
Die Strandrestaurants sind etwas einfacher als etwa
in Grand Baie, bieten aber einen weiten Blick übers
Meer, und mit etwas Glück kann man an Sonntagabenden
eine Séga-Show am Strand miterleben.
Wer beim Baden Einsamkeit und Ursprünglichkeit
sucht, der wird an einer der vielen kleinen Buchten
sicher fündig, die sich zwischen Péreybère
und Cap Malheureux, dem nördlichsten Punkt von
Mauritius, aneinanderreihen.
Karte
von Mauritius
|